V. Apprendi (2004) Bestenlisten: Weg aus der Mittelmäßigkeit. die-Besten-nennen 23: www.die-besten-nennen.de
© Vless Ebersberg, 2004

 

 

Bestenlisten: Weg aus der Mittelmäßigkeit

 

 

Inhaltsverzeichnis

        Überblick

Ausgangslage: Gute Chancen für das Mittelmaß


Nachteile der Mittelmäßigen:

1.    Von ihnen können Studenten und Assistenten kaum Erstklassigkeit lernen

2.    Sie können nur mittelmäßig komplizierte Probleme lösen

3.    Ihre Leistungen sind teuer

4.    Sie bleiben auch in der Zukunft mittelmäßig

5.    Ihr Image ist nicht durch hochwertige Forschungsleistungen begründet

 

Wer mittelmäßige Wissenschaftler stärkt, fördert mittelmäßige Wissenschaften

Wie man die Besten erkennt

Wo man die Besten findet

Was die Erstellung der Bestenlisten so aufwendig macht

Was die Besten gemeinsam zur internationalen Forschung beitragen

Wie sich die Namen der Besten verbreiten

Literatur und Links

Auch Sie können weiter helfen

 

 

Überblick: In Anlehnung an die methodische Kompetenz der Testpsychologie sind in den letzten Jahren wissenschaftliche Messmethoden für qualitativ hochstehende und international erfolgreiche Forschungsleistungen entwickelt worden, mit denen objektiv und valide die international bedeutsamsten Wissenschaftler, also „die Besten“ erkannt werden können. Solange derartige Methoden fehlten, hatten mittelmäßige Forscher hervorragende Chancen sich durchzusetzen und die Mittelmäßigkeit auszuweiten. An ihnen können aber hochbegabte Studenten und wissenschaftliche Assistenten kaum Erstklassigkeit lernen. Mittelmäßige vermögen auch kaum hoch komplizierte Probleme lösen. Ihre Forschungsleistungen sind im Vergleich zum internationalen Wert ungebührlich teuer. Demgegenüber fühlen sich die Produzenten hochwertiger Forschungsleistungen unter dem Einfluss der Mittelmäßigen oft unfair behandelt und werden in ihrer Produktivität entmutigt oder gar behindert.

Die Bestenlisten sollen dazu beitragen, wissenschaftliche Höchstleistungen durchzusetzen, indem sie die identifizieren und öffentlich nennen, die sie erbringen können und dies dazu meist immer wieder, über Jahrzehnte hinweg. Die Betroffenen und die durch ihre Steuern für Forschungsleistungen zahlenden Bürger und die Massenmedien können ebenfalls dazu beitragen, dass sich rasch effiziente, international erfolgreiche Forschung und Forscher durchsetzen.

 

 

Ausgangslage: Gute Chancen für das Mittelmaß

 

„Die Aufnahme in die Bestenlisten hat mich darin bestärkt, dass meine Forschungsbemühungen erfolgreich und sinnvoll waren.“

 

„Der Aufbau der Bestenlisten war dringend notwendig, um der effizienten Forschung eine bessere Chance als bisher zu geben.“

 

Derartige Aussagen stammen von Wissenschaftlern, die schließlich in die Bestenlisten aufgenommen wurden, nachdem sie das Verfahren der Auswahl durchlaufen hatten, in dem sie unter den weniger leistungsfähigen Kollegen identifiziert und in dem die Rechercheergebnisse zur Absicherung mehrfach überprüft worden waren.

Aus den Äußerungen der „Besten“ geht folgendes hervor:

 

    Forscher sind sich über ihren internationalen Erfolg oft nicht sicher.

    Forscher brauchen selbst Anerkennungen für hervorragende Leistungen.

    Effiziente Forschung benötigt die Erkennung und Hervorhebung der besten Köpfe.

 

Wissenschaftler hatten bisher nur mehr oder wendiger zufällige, nicht selten sehr subjektive Rückmeldungen über den internationalen Erfolg ihrer Forschungsarbeiten. Derartige Rückmeldungen ließen einige Fragen offen, insbesondere, was subjektive Einzelurteile überhaupt wert sind und außerdem, wie hoch der Erfolg war.

Das Problem, die Ausprägung von Erfolg zu messen, musste gelöst werden, bevor sich Bestenlisten aufbauen ließen. Die Lösung hatte die Testpsychologie, speziell Intelligenz- und Persönlichkeitspsychologie in einer rund hundertjährigen Tradition bis zu einem hohen Reifegrad entwickelt: Sie bildet Normen über eine Bezugsgruppe und vergleicht damit bei ihren späteren „Einzelfalldiagnosen“ den Einzelnen: „Wo ist anhand der Normen seine Position im Vergleich zu den anderen zu finden? Im unteren mittleren oder oberen Bereich?“

Über den internationalen Forschungserfolg wurden derartige Normen in mehrjährigen Vorarbeiten an mehr als 40 medizinischen Fachrichtungen entwickelt. Damit sind individuelle Forscher nun vergleichbar. Deshalb lässt sich objektiv angeben, wer zu den Besten, Guten, Mittleren oder Unterdurchschnittlichen gehört.

 

So nebenbei haben diese Entwicklungen auch weitere wichtige Erkenntnisse über die Forscher zu Tage gefördert (siehe ersten Rahmen und weiteren Text unten). Besonders wichtige Entdeckungen sind:

 

1.    Die Ausprägung des internationalen Forschungserfolgs bleibt über viele Jahre weitgehend stabil.

2.    Die Ausprägung des internationalen Forschungserfolgs geht mit dem Niveau an Leistungsqualität einher.

3.    Nach etwa siebenjähriger wissenschaftlicher Tätigkeit hat sich die Spreu vom Weizen getrennt: Wer bis dahin im Vergleich zu Fachkollegen wenig internationalen Erfolg hatte, wird auch später kaum Leistungen erbringen, welche einen großen Einfluss auf das internationale Forschungsgeschehen haben. Andererseits stehen hinter international einflussreicher Forschung meist die selben Köpfe, dies schon nach wenigen Wissenschaftlerjahren und dazu über Jahrzehnte.

Textfeld: Was lässt sich über die führenden Köpfe in der deutschsprachigen Medizin sagen?
 
Gegenwärtig hinterlassen ihre Schriften im Vergleich zu denen ihrer durchschnittlichen Fachkollegen eine vielfache Wirkung (meist 20-fach) auf die weltweite Wissenschaft. Sie beeinflussen die internationale Forschung also vergleichsweise um ein Vielfaches
 
Für die Einzelnen gilt auch mit hoher Wahrscheinlichkeit:
 
• Sie verfügen über eine außerordentliche fachliche Kompetenz
• Sie sind von Fachkollegen häufig gesucht und respektiert
• Man kann sich auch in Zukunft auf ihre Kompetenz und Produktivität verlassen
• Fachlicher Nachwuchs lernt bei ihnen besonders viel
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Deshalb nennen die Bestenlisten nicht nur die qualitativ sehr hochstehenden Forscher, sondern umfassen auch einen stabilen Kern an Forschpersönlichkeiten, an dem sich über viele Jahre nichts ändert.

 

Die Bestenlisten konnten erst nach den angeführten aufwendigen Vorarbeiten entstehen. Sie sollen dazu beitragen, die Unsicherheit über die international wertvollen Forschungsleistungen zu beheben und das Image hervorragender Forschungsleistungen mit tatsächlich exzellenten Forschungsleistungen in Übereinstimmung bringen.

Bisher nutzten viele, die nachweislich zu keinen Spitzenleistungen in der Lage waren, den unsicheren Zustand, die Qualität und den internationalen Nutzen von Forschung objektiv und valide festzustellen. Sie ließen sich und ihre Projekte ungebührlich fördern – und manchmal auch feiern.

Dies schadet vielen, den Leistungsträgern, dem Forschungsnachwuchs, der auf Vorbilder angewiesen ist, dem Steuerzahler, der für Forschung zahlt und schließlich der gesamten Gesellschaft, die von den Wissenschaften einen erheblichen Beitrag zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Zukunft erwartet. Darauf wird nachfolgend näher eingegangen.

 

 

Nachteile der Mittelmäßigen

 

1 Mittelmäßige Forscher: von ihnen können Studenten und Assistenten kaum Erstklassigkeit lernen

 

Warum sollen sich hochbegabte international ambitionierte Studenten oder wissenschaftliche Assistenten mit Forschungsvorbildern begnügen, die nicht zu den ausgewiesenen Besten gehören? Was können sie von jemand lernen, der die eigene Forschung nicht auf ein international erfolgreiches Niveau bringt, der also – genau genommen – nichts oder wenig unmittelbar zum internationalen Fortschritt beiträgt? Wohl kaum, wie man sich rasch auf internationalen Forschungserfolg vorbereitet.

 

Textfeld: Die Bestenlisten der Medizinforscher können international ambitionierten Studenten und Assistenten eine Hilfe bei der Auswahl ihrer zukunftsweisenden Mentoren bieten.
 

 

 

 

 

 

 


2. Mittelmäßige Forscher: sie können nur mittelmäßig komplizierte Probleme lösen

 

Das hohe Qualitätsniveau ihrer wissenschaftlichen Arbeiten zeichnet die besten Forscher aus. Um Probleme zu lösen, die andere bisher nicht bewältigten, müssen sie über unvergleichlich profunde Vorkenntnisse und eine hohe Originalität sowie Sorgfalt verfügen. Außerdem müssen sie in der Lage sein, ihre Lösungsversuche weitgehend widerspruchsfrei und verständlich darzustellen. Denn wirre Gedanken erkennt die internationale Gemeinschaft der Wissenschaftler (Scientific Community) nicht an. Und bei schriftlichen Darstellungen ist Verworrenes viel leichter als bei den flüchtigen Worten in Vorträgen oder Gesprächen zu erkennen.

Textfeld: Die Fähigkeit zum originellen, widerspruchsfreien und nachvollziehbaren Denken erklärt, warum viele der besten Wissenschaftler auch von Fachleuten häufig gesuchte Ratgeber sind und zum Beispiel oft auf Tagungen eingeladen oder bei „schwierigen Fällen“ zu Rate gezogen werden.
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 


Diese ständige Auseinandersetzung mit komplizierten Sachverhalten hält die Besten selbst auf Trab und macht sie nicht selten noch besser ... bis in´s hohe Alter.

 

 

3 Mittelmäßige Forscher: ihre Leistungen sind teuer

 

Viele Wissenschaftler kann man erheblich persönlich fördern, durch die Verbesserung der personellen und materiellen Rahmenbedingungen und durch die Finanzierung vieler Forschungsprojekte. Die Frage ist: „Bei wem rentieren sich derartige Investitionen?“

Eher nicht bei den Wissenschaftlern, die bereits seit einigen Jahren Forschungsmöglichkeiten hatten und keine internationalen Erfolge aufweisen; denn diese werden auch weiterhin keine internationalen Erfolge haben. Sie kosten viel Geld und bringen wenig.

Sie entziehen nicht nur den anderen, die es besser könnten, die Förderung, sondern bekämpfen sie manchmal noch, weil sie durch die Konkurrenten ihre Reputation und Förderung gefährdet sehen.

Textfeld: Der internationale Wert der Forschung von den „Besten“ übersteigt den des Durchschnitts ihrer Fachkollegen um ein Vielfaches, nicht selten um ein Zigfaches. Bei den Spitzenforschern kostet gleichwertige Forschung demnach oft nur einen Bruchteil von dem ihrer durchschnittlichen Kollegen.
Textfeld: Der internationale Wert der Forschung:
Konkret schreibt Nadja Pastega im Wirtschaftsteil von „facts“ (26/2003, 24.6.04; www.facts.ch/dyn/magazin/wirtschaft/389038.html) unter der Überschrift „Ausgebremste Turbodenker„: „Jeder dieser [in www.die-besten-nennen.de gelisteten] Top-Wissenschaftler generiere in seinem Leben Forschungsarbeiten im Wert von geschätzten 72 Millionen Franken. Ihre Gehälter unterscheiden sich dabei kaum von denen mittelmässiger Fachkollegen*, die jährlich nur einen Forschungswert von 60'000 bis 120'000 Euro erzielen.“
*mit Habilitation und/oder Professur [Ergänzung durch den Autor] 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


4. Mittelmäßige Forscher: sie bleiben auch in der Zukunft mittelmäßig

 

Wird die Forschungsexzellenz durch ein, zwei hervorragende Leistungen kurz sichtbar und verschwindet sie dann wie Eintagsfliegen aus dem Lichtkegel der internationalen Wissenschaften? Nein.

Textfeld: Langzeituntersuchungen weisen nach, dass, wer die Erste Klasse der Forscher erreicht, normalerweise dort über Jahrzehnte bleibt.
 

 

 

 

 

 


Eine naheliegende Erklärung ist, dass auf dem Boden überdauernder Persönlichkeitseigenschaften - wie Freude an geistiger Tätigkeit, extrem hohes Niveau an flüssiger Intelligenz und Durchhaltefähigkeit - über Jahre eine hohe Fachkompetenz aufgebaut wurde, die kaum verloren geht. Außerdem werden, wie schon erwähnt, die Leistungen exzellenter Wissenschaftler von Kollegen, Patienten, Öffentlichkeit usw. gesucht und dadurch ständig neue Anforderungen gestellt, die sie wissenschaftlich „auf Trab“ halten und ihren Abfall auf die Mittelmäßigkeit verhindern.

 

Ebenso wie hervorragende sind auch mittelmäßige Wissenschaftler berechenbar: Diese waren, sind und bleiben in der Regel mittelmäßig und zeigen keine Ausflüge in´s Hochklassige.

 

 

5. Mittelmäßige Forscher: ihr Image ist nicht durch hochwertige Forschungsleistungen begründet

 

Leistungsgerechte Imagebildung bei Forschern besteht in der Anpassung von deren Image an den tatsächlichen Wert ihrer Forschung für die internationalen Wissenschaften.

Nicht wenige Wissenschaftler haben eine hervorragende Reputation als Forscher, obwohl sie nach den wissenschaftlichen Messmethoden im Vergleich zu ihren Fachkollegen nur mittelmäßig sind und auch in der Vergangenheit nie zur Spitze gehörten. Welche Gründe gibt es für derartige, nicht leistungsgerechte außergewöhnliche Images?

 

    Zugehörigkeit zu einer renommierten Forschungseinrichtung (z.B. Max-Planck-Institut; Universität)

    Fortführung der Stelle eines Vorgängers, der selbst ein hohes internationales Ansehen als Forscher genoss

    Sich mit den Leistungen anderer schmücken, beispielsweise durch Besetzung vorderer Autorenpositionen in Publikationen, obwohl dazu keine wissenschaftlich wertvollen Beiträge erbracht wurden

    Führen vieler akademischer Grade

    Auszeichnung durch wissenschaftliche Preise

    Öffentliche Verbreitung, dass man eine internationale Ausbildung genossen habe

    Öffentliche Verbreitung, dass man viele internationale Kontakte unterhalte

 

Alle diese imagebildenden Maßnahmen lassen sich durch mittelmäßige wissenschaftliche Leistungen erreichen, wenn man vielleicht von einigen seltenen Ehrungen wie dem Nobelpreis absieht. Es gibt aber allein im deutschsprachigen Bereich Tausende von wissenschaftlichen Preisen und Anerkennungen, deren Wert kaum jemand einschätzen kann, der jedenfalls nicht außerordentlich sein kann.

Textfeld: Ein wichtiger Beitrag zur leistungsgerechten Imagebildung besteht darin, die objektiv Besten entsprechend hervorzuheben, z.B. durch die Aufnahme in die Bestenlisten.
 

 

 

 

 

 

 

 


Wer mittelmäßige Wissenschaftler stärkt, fördert mittelmäßige Wissenschaften

 

Wissenschaften werden von Menschen gemacht und können daher nicht besser sein, als es deren geistiges Leistungsvermögen, also das Intelligenzniveau der besten Köpfe hergibt.

Wenn die weniger guten Köpfe die Wissenschaften bestimmen, muss sie allerdings schlechter sein, als sie sein könnte.

 

Zwischen den wissenschaftlich tätigen Köpfen herrschen Leistungsunterschiede, wie sie von Laien kaum für möglich gehalten werden. Dies trifft nicht nur für geistige Leistungen allgemein, sondern auch die wissenschaftlichen im Besonderen zu. Ohne besondere Methoden aus der Szientometrie, die sich mit Messungen der Wissenschaften, aber auch Wissenschaftler beschäftigt, sind die Differenzen jedoch selbst für szientometrisch ungeschulte Wissenschaftler kaum zu erkennen.

 

Diese Unterschiede zu vernachlässigen, rächt sich in Gesellschaften, deren wirtschaftliche Entwicklung mangels Rohstoffen auf hochklassige Wissenschaften angewiesen ist, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Denn wer die mittelmäßigen Wissenschaftler stärkt, fördert mittelmäßige Wissenschaften. Diese können im internationalen Wettbewerb nicht mithalten und taugen daher wenig als Zugpferde ihrer Wirtschaft.

 

„Die Besten zu erkennen und zu nennen“ ist ein Programm, die geistig leistungsfähigsten Köpfe mit Hilfe objektiver und valider Methoden zu identifizieren und für Interessenten herauszustellen, um dadurch leistungsfähige Wissenschaften und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stützen.

 

 

Wie man die Besten erkennt

 

Objektive und valide Methoden zu entwickeln, mit denen sich die Besten erkennen lassen, erforderte erhebliche Bemühungen der szientometrischen Forschung.

 

Textfeld: Um die führenden Köpfe der deutschsprachigen Medizin zu erkennen, werden mehrere Methoden angewandt: 
1.    Veröffentlichungen in Zeitschriften mit möglichst hohem Impact-Faktor: Dies ist vergleichbar mit Sportlern, die bei Sportveranstaltungen auf möglichst hoher Ebene antreten (Kreis-, Bezirks-, Landessportfest, internationales Sportfest usw.). Wie in der Forschung kommt es auch im Sport letztlich auf die außergewöhnliche Leistung an. Zwar sind die, die auf einer höheren Ebene antreten, meist ganz gut, deswegen aber noch lange nicht die Besten. Dies gilt auch für die Wissenschaften. So haben die Publikationen von vielen, die sie in den renommierten Zeitschriften wie „Lancet“ oder „Science“ unterbringen, keinen erkennbaren Einfluss auf die internationale Forschung. Andererseits haben einige Artikel in international wenig bekannten Zeitschriften oder einige Bücher, die prinzipiell keinen Impact-Faktor haben, die Wissenschaften erheblich verändert.
2.    Autoren und Koautoren von Artikeln der letzten Jahre, die in Zeitschriften mit Impact-Faktor erschienen sind und häufig zitiert wurden: Dahinter stecken teilweise sicherlich aktuell erfolgreiche Wissenschaftler. Dazu gehören aber auch Mitläufer, die mit Erfolgreichen gemeinsam publizieren, die aber – auf sich selbst gestellt – nicht viel international Bedeutsames leisten.
3.      Forscher mit Lebensleistungen, die nachweislich in der internationalen Forschung einiges bewirkt haben, egal ob die Arbeiten in einem international angesehenen Journal, einem Buch, auf Englisch oder einer anderen Sprache erschienen sind: Es geht um international erfolgreiche Forscherpersönlichkeiten. Sie werden mit dem fachspezifisch normierten Science Impact Index (SII) identifiziert. Wer das gesetzte Kriterium erreicht, kann in die Bestenlisten aufgenommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anmerkung zur zweiten Methode, weil sie unter Wissenschaftlern eine große Beachtung gefunden hat. Damit ermittelt die Zeitschrift „Labourjournal“ Rankinglisten. Sie verfolgt allerdings eine andere Absicht als die Bestenlisten. Denn sie will die meistzitierten Arbeiten und Köpfe und gleichzeitig erfolgreiche Forschungseinrichtungen der letzten Zeit erkennen. Darin schließt sie wissenschaftlich mitveröffentlichende Mitarbeiter - manchmal nur Mitläufer - ein, von denen weniger Impulse für die betreffenden Forschungsleistungen ausgingen. Die Bestenlisten identifizieren hingegen die international erfolgreiche Forscherpersönlichkeit.

 

Nun sind die Methoden und die im Laufe von deren Einsatz gewonnenen Erkenntnisse vorhanden und es geht darum, sie praktisch einzusetzen, um die Namen der „Besten“ zu identifizieren und öffentlich bekannt zu machen. Aber wo findet man die Besten?

 

 

Wo man die Besten findet

 

Viele erwarten, die Besten der Wissenschaftler an den Forschungsstellen, in Universitäten und großen Forschungseinrichtungen ihres Landes zu finden - soweit die Spitzenforscher nicht schon in der Hoffnung auf bessere Arbeitsbedingungen in das Ausland abgewandert sind.

 

Doch nicht wenige, besonders in der Medizin, sind auch in der „forscherischen Provinz“ anzutreffen, in nicht primär forschenden Krankenhäusern oder in ärztlichen Praxen. - Sie erkennen es aus den Adressen der GaM-Bestenlisten.

 

Wieder andere befinden sich bereits im Ruhestand und forschen – entlastet von den dienstlichen Routinetätigkeiten – weiter. Dies kennzeichnet Vollblutforscher, die den Kern der in die Bestenlisten Aufgenommenen bilden: nicht jeder Vollblutforscher erbringt die Leistungsqualität, die für die internationale Durchsetzung notwendig ist. Wer dieses Qualitätsniveau erreicht, ist jedoch fast immer Vollblutforscher. Und ein solcher ist bei jeder Gelegenheit wissenschaftlich aktiv, auch im Ruhestand. Exzellente Forscher im Ruhestand gehören also in die Bestenlisten, weil sie noch ständig hochkarätige wissenschaftliche Leistungen nachliefern.

 

Potenziell kommt jeder für die Bestenlisten in Betracht, der international erfolgreiche wissenschaftliche Publikationen verfasst. In der Medizin des deutschsprachigen Raumes sind diese Personen unter den rund 100.000 Wissenschaftlern zu suchen, die sich durch Veröffentlichungen ausgewiesen haben oder die Dienststellen innehaben, auf denen sie veröffentlichen sollten. Etwa 20.000 davon sind habilitiert und/oder professoriert.

 

 

Was die Erstellung der Bestenlisten so aufwendig macht

 

Im Computerzeitalter sollte es kein großes Problem sein, die Größenordnung von 100.000 Wissenschaftlern systematisch danach abzusuchen, wie viel ihre Arbeiten zum internationalen Forschungsgeschehen beitragen. So denken offenbar viele, auch Wissenschaftler.

Doch tun sich tatsächlich mehrere erhebliche Schwierigkeiten auf. Dazu gehören die folgenden:

 

1.    Die deutschsprachigen Wissenschaftler sind nicht genau definiert, weder wer der Sprache nach dazu gehört noch, wer alles als Wissenschaftler zählt.

2.    Eine computergestützte Erkennung aller Autoren wissenschaftlicher Publikationen würde mindestens zwei Drittel aller Veröffentlichungen außer Acht lassen, weil sie per Computer, genauer per Internet, nicht direkt zugänglich sind.

3.    Das Kollektiv der Wissenschaftler ist dynamisch, das heißt, es ändert sich ständig: junge Erwachsene werden Wissenschaftler, gestandene Wissenschaftler wechseln den Beruf; Krankheiten oder Tod verhindern weitere wissenschaftliche Aktivitäten; einige Forscher verlassen den deutschsprachigen Bereich, andere kommen aus dem nichtdeutschsprachigen Gebiet hinzu usw.

 

Am verlässlichsten sind die Erfassungen der habilitierten und/oder professorierten Wissenschaftler. Sie bilden den harten Kern, sind aber schon nach wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit ausgelesen. In dieser Hinsicht haben sie im Mittel, jedoch nicht in allen Einzelfällen ein deutlich höheres Niveau als die Wissenschaftler mit geringeren akademischen Graden. An den Leistungen der Habilitierten bzw. Professoren orientieren sich die Auswahlen für die Bestenlisten, die allerdings prinzipiell für alle Wissenschaftler offen sind.

 

Wie findet man nun aus einem großen Potenzial an, wie auch immer definierten Wissenschaftlern die Besten heraus?

Hierbei treten neue Schwierigkeiten auf, die vor wenigen Jahren noch gar nicht lösbar waren.

 

1.    Es müssen wissenschaftlich begründbare Erkenntnisse vorliegen, wer als „schlechter“, „mittelmäßiger“, „guter“ oder gar „hervorragender“ Forscher zu bewerten ist.

2.    Die Bildung derartiger Erkenntnisse setzt wiederum die Verfügbarkeit entsprechender szientometrischer Methoden voraus.

 

Die notwendige Kompetenz hat sich nach Jahrzehnte-langen wissenschaftlichen Entwicklungen herausgebildet.

 

Zwischen den allgemeinen Erkenntnissen und der Anwendung auf den Einzelfall liegen weitere Schwierigkeiten, wie sie aus der Diagnostik in der Medizin oder der Testpsychologie bestens bekannt sind. Insbesondere an den Methoden der letzteren muss sich die Auslese der „besten“ Forscherpersönlichkeiten orientieren. Das bedeutet, dass

 

1.    von den in Betracht kommenden Wissenschaftlern zuerst objektive, reliable und valide Messwerte zu erheben sind;

2.    die Messwerte, die über Einzelne erhoben wurden, auf Normen einer Bezugsgruppe zu beziehen sind;

3.    Normen einer geeigneten Bezugsgruppe zur Verfügung stehen. Die Bezugsgruppe sind hier die forschenden bzw. dienstlich zur Forschung verpflichteten Fachkollegen.

 

Einen Einblick in die Schwierigkeiten in Verbindung mit diesen drei


Punkten gibt der folgende Rahmen.

Textfeld: Einige Probleme bei der Erkennung der Besten:
Zuordnung der Namen zu den Leistungen: 15 bis 25 % Wissenschaftler mit gleichen Namen in ähnlichen Arbeitsgebieten (Bauer A, Bauer B, Bauer D, Bauer E, ....; Friedrich A, Friedrich B, Friedrich D,...; Maier ...; Mayer ...; Meier; ...; Meyer ...; Wagner ...; Walter ....; Weber ...; usw.)
    Viele Autoren veröffentlichen manchmal mit einem und manchmal mit mehreren Initialen ihrer Vornamen: dadurch erhöht sich das Risiko, dem Namen statt einem mehrere Wissenschaftler zuzuordnen).
Ein Messergebnis allein hilft kaum weiter: Wenn ein Wissenschaftler international Spuren hinterlässt, sind sie im Vergleich zu denen der Fachkollegen schwache oder starke Spuren? Um dies beurteilen zu können, werden zum Vergleich die Messergebnisse der Fachkollegen benötigt, d.h. empirisch ermittelte Normen. 
Nicht jeder Fachkollege kann als Forscher bezeichnet werden. Die Vergleichswerte (Normen) müssen über eine Gruppe von Personen erhoben werden, die 1) das gleiche Fach vertreten, 2) als Forschungstreibende anerkannt sind und 3) möglichst alle Angehörigen dieses Fach umfassen. – Nach diesen Kriterien wurden in Vorarbeiten Normen in über 40 Fachrichtungen getrennt voneinander ermittelt. Dazu wurden die Leistungen von über 14.000 Medizinwissenschaftlern erfasst.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Trotz all der aufgezeigten Schwierigkeiten dürfen möglichst keine Fehler unterlaufen, weil es um Einzelpersonen und deren Schicksale geht. Fehlzuordnungen können für die Karriere der Betroffenen schwer einschneidende Folgen haben. Deshalb erfordert die Aufnahme in die Bestenlisten entsprechende Rückversicherungen bei den ermittelten Wissenschaftlern.

 

Von der Gewinnung allgemeiner wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden bis hin zur Identifizierung individueller Personen und abschließenden Absicherung der Rechercheergebnisse ist es also ein aufwendiger Weg. Die Besten herauszufinden, ist mit mehr Know-how und Aufwand verbunden, als es sich viele, dies gilt auch für Wissenschaftler, vorstellen.

 

Warum haben die meisten Wissenschaftler nicht die szientometrische Kompetenz, die doch einen so engen Bezug zu ihren vorherrschenden Aktivitäten und deren Bewertung hat? Möglicherweise ist dies der Grund: Die meisten Forscher widmen sich intensiv ihrem speziellen Fachgebiet, welches beispielsweise auf bestimmte biochemische Vorgänge, auf die Operierbarkeit des Herzens, auf die Beziehungen zwischen Patient und Arzt usw. ausgerichtet ist. Sich in ihrem Fachgebiet ihren Fähigkeiten entsprechend zu bewähren, erfordert den vollen Einsatz. Dadurch haben sie keine geistigen Kapazitäten mehr frei, sich „professionell“ mit der Qualität von Forschungsleistungen und deren Messung zu befassen. Deshalb bildet die Metaforschung, die sich mit dem komplexen Gebiet der Forschung über Forschung beschäftigt, eine eigene Fachdisziplin.

 

 

Was die Besten gemeinsam zur internationalen Forschung beitragen

 

Das Ziel ist, die Bestenlisten der Fachdisziplinen zu einem Stand aufzubauen, in dem ein Fließgleichgewicht herrscht: einige Wissenschaftler – meist der Forschungsnachwuchs - kommen neu hinzu, weil sie nun die Aufnahmekriterien erfüllen; andere fallen heraus. Die Mehrheit wird jedoch über viele Jahre bleiben.

 

Einige Fächer, wie die Psychiatrie oder Orthopädie haben bereits den Zustand erreicht, in dem das Fließgleichgewicht herrscht, in dem sich also nicht viel ändert.

Wer das Aufnahmekriterium in einem Fach erreicht, trägt zum internationalen Forschungsgeschehen mindestens das – je nach Fach – etwa Zehnfache bei wie der durchschnittliche habilitierte und/oder professorierte Fachkollege. Die Mehrheit der Besten überschreitet das Aufnahmekriterium aber deutlich. Im Mittel haben sie die 20-fache Wirkung auf die internationale Forschung gegenüber ihren durchschnittlichen habilitierten und/oder professorierten Fachkollegen. Würde man in den Vergleich die Fachkollegen mit niedrigeren akademischen Graden einbeziehen, wäre der Unterschied noch viel größer.

 

Der gemeinsame Beitrag der Besten zur internationalen Forschung ist mindestens genau so groß, wie der Beitrag der 90 Prozent der habilitierten und/oder professorierten Fachkollegen zusammen, die nicht die Aufnahmekriterien erfüllen.

Würde man die internationale Wirkung der wissenschaftlichen Fachkollegen mit niedrigeren akademischen Graden einbeziehen, ergibt sich immer noch nahezu das Verhältnis, wonach die Besten in ihrer Gesamtheit international die gleiche Wirkung wie alle anderen Wissenschaftler ihres Faches haben. Nur: die Besten machen ihrer Anzahl nach maximal zwei Prozent und die restlichen gut 98 Prozent an allen Wissenschaftlern aus.

 

Unter diesen Gesichtspunkten sollten Sie einmal die Listen der nicht mehr im Aufbau befindlichen Gruppen wie der Psychiater, der Urologen oder der Orthopäden bewerten.

 

 

Wie sich die Namen der Besten verbreiten

 

Viele der Namen in den Bestenlisten sind in ihrem fachlichen Umfeld und darüber hinaus bereits als hervorragende Forscher bekannt. Aber es ist nicht bestätigt, dass sie wirklich, das heißt objektiv und valide zu den Besten gehören. Denn so mancher, für den internationalen Forschungsfortschritt weitgehend unbedeutende Forscher, besitzt ebenfalls das Image, wissenschaftlich exzellent zu sein.

 

Damit sich die international Leistungsstarken und mit ihnen effiziente Forschung durchsetzen, sollten sie möglichst allen bekannt sein, die daran interessiert sind. Die Schwierigkeit besteht darin, das Wissen all diesen Interessierten zugänglich zu machen, wonach es frei zugängliche Listen im Internet gibt, anhand derer man sich nach Belieben über die Namen, die Fachzugehörigkeit und den Wirkungsort der „Besten“ informieren kann.

Die Verbreitung dieses Wissens läuft parallel zum Aufbau der Bestenlisten. Sie beginnt bei der entsprechenden Informierung der Betroffenen und weitet sich von da über die Fachkreise bis zur Öffentlichkeit aus. Während die Informationen die Betroffenen und deren Fachkollegen mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen, spielt der Zufall stärker dabei mit, wer aus der breiten Öffentlichkeit davon erfährt.

Wie läuft die Verbreitung der Bestenlisten bzw. der darin aufgenommenen Namen zur Zeit tatsächlich ab?

 

Zuerst ist es einmal wichtig, dass die durch die Messungen identifizierten und durch Zusatzrecherchen gesicherten „Besten“ selbst wissen, dass sie dazu gehören, damit sie auch dazu stehen können. Denn über die eigene Position als international erfolgreicher Forscher im Vergleich zu Fachkollegen herrscht Unsicherheit, solange keine Untersuchungen anhand von Normen stattfanden.

 

Die in die Listen Aufgenommenen erfahren selbstverständlich davon, dass sie zu den „Besten“ gehören und dass sie deshalb in die Bestenlisten aufgenommen wurden. Wenn sie es dort nachlesen, finden sie auch die Namen von Kollegen, deren internationale Leistungsstärke ebenfalls nachgewiesen ist.

 

Weitere punktuell gestreute Maßnahmen sorgen dafür, dass dieses Wissen nicht nur im Kreis dieser Ersten Liga der Forscher des deutschsprachigen Gebietes bleibt, sondern auch zu anderen interessierten Gruppen findet.

 

So berichteten bereits einige Dutzend Zeitungen über die ausgewählten Medizinforscher ihrer Region. Viele werden noch folgen.

 

Einige Zeitungen stellten ihre Mitteilungen der Druckausgaben auch in das Internet. Dazu gehört die beiden Beispiele aus Nürnberg und aus Bremen, von denen Sie Ausschnitte in den folgenden Rahmen finden.

 

Textfeld: Nürnberger Presse, auch im Internet:
http://www.klinikum-nuernberg.de/zeitung/3_2003/personalien.html
 
„In die Liste der führenden Köpfe der deutschsprachigen Medizin ist ... aufgenommen worden. Die von der Gesellschaft für angewandte Metaforschung erstellte "Bestenliste der Medizin" verwendet bei der Beurteilung der Mediziner ein an der Universität Erlangen aus amerikanischen und ungarischen Ansätzen entwickeltes objektives Maß, das die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten in qualitativ gehobenen internationalen Zeitschriften vergleicht. [Die] Veröffentlichungen [von ...] tragen demnach "erheblich zum gegenwärtigen Fortschritt der weltweiten Medizin bei. 
Die "Bestenliste der Medizin" ist im Internet unter www.die-besten-nennen.de zu finden.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld: Für die regionale Bremer Öffentlichkeit, aber auch im Internet öffentlich zugänglich ist der Beitrag von Anneliese Huebner: 
 
„Zur Bewertung dienen wissenschaftliche Arbeiten auf internationaler Ebene / Zwei Bremer Chefärzte dabei (7/2003)
Bestenliste der deutschen Medizinforschung
www.tachauch.de/background/gesundheit/sonstiges/3007_besten.html
 
Wie lässt sich herausfinden, ob ein Wissenschaftler zu den führenden Köpfen des Landes gehört? Nach welchen Gesichtspunkten kann insbesondere die Forschungstätigkeit von Ärzten bewertet werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Erlanger "Gesellschaft für angewandte Metaforschung mbH", abgekürzt GaM. Das Ergebnis ist eine Bestenliste, die nach einem komplizierten Verfahren zusammengestellt wurde.... Auswertungsgrundlage sind unter anderem 9000 Zeitschriften mit etwa einer Million wissenschaftlicher Artikel, die vom Institute for Scientific Information in den USA zusammengestellt werden.... Einen Eindruck davon, wie viel Arbeit notwendig ist, um einen Platz auf der Bestenliste zu erreichen, vermittelt Professor Porschen: Er kann auf insgesamt 110 Veröffentlichungen verweisen. Porschen findet es gut, die Qualität der Veröffentlichungen und der Tätigkeit auf diese Weise zu beleuchten.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Derartige Informationen wenden sich gleichermaßen an einen breiten Interessentenkreis als auch an das wissenschaftliche Umfeld in der Region der herausgestellten Forscher. So erfahren viele, wer die Koryphäen ihrer Region sind. Dafür interessieren sich der potenzielle Patient, der Student, der eine hervorragende Ausbildung sucht, der Wissenschaftspolitiker, der nur exzellente Wissenschaftlern und Projekte fördern will und der anspruchsvolle Fachkollege, der qualitativ hochstehende und effiziente Kooperationen sucht.

Fachbezogene regionale Zeitschriften tragen Informationen aus den Bestenlisten in ihre Zielgruppen, wie sich am Beispiel der folgenden Mitteilung zeigt, die auch im Internet zu finden ist.

Textfeld: Die Universität Münster berichtet im Journal „10 Jahre Herzzentrum Münster“ (2/2003)
(http://medc.uni-muenster.de/herzzentrum/journal/journal2003_02/hzj_txt030206.htm)
 
„Kurz notiert: Hohe Auszeichnung!“
 
„In die Liste der führenden Wissenschaftler und Ärzte der deutschsprachigen Medizin wurden drei Professoren des UKM aufgenommen ... Ihre wissenschaftlichen Veröffentlichungen tragen erheblich zum gegenwärtigen Fortschritt der weltweiten Medizin bei. Diese hohe Auszeichnung wird nur zirka einem Prozent der Wissenschafter in der Medizin zuteil. Bei der Auswahl der hochkarätigen Ärzte und Wissenschaftler wird als objektives Maß, der Science Impact Index (SII), angewandt. Berücksichtigt wird dabei die Anzahl der Arbeiten in qualitativ gehobenen internationalen Zeitschriften, die sich auf den zu bewertenden Wissenschaftler beziehen. Diese Zahl wird mit der von Gelehrten im gleichen Fach verglichen. Professoren, die in die Liste der führenden Wissenschaftler und Ärzte aufgenommen werden, sind 20 Mal erfolgreicher als der Durchschnitt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zur Verbreitung trägt auch bei, wenn Einrichtungen mit hervorragenden Forschern Links hier her legen. Dies taten beispielsweise die Universität Wien mit dem Link Wissenschafter-Ranking „die-besten-nennen“ (http://www.meduniwien.ac.at/index.php?id=169)

und die Kinderklinik des Zentrums für Kinderheilkunde der Universität Halle-Wittenberg (http://www1.medizin.uni-halle.de/paediatrie/links/links.html).

 

Dass die Maßnahmen der aufgezeigten Art die Verbreitung der Bestenlisten fördern, zeigt sich in der Zunahme der Besuche der Internetseiten: In etwa verdoppeln sie sich pro Halbjahr.

 

 

Literatur und Links

 

Journalistische Beiträge, wie sie oben als Beispiele wiedergegeben sind, vermitteln neben der Hervorhebung der Spitzenköpfe, die in die Bestenlisten aufgenommen sind, immer auch Hintergrundwissen über die Methodik und weitere Erkenntnisse im Umfeld der Identifizierung dieser Besten.

Wer sich weitergehend informieren will, findet auf diesen Internetseiten genügend Stoff. Er reicht von eher populär geschriebenen Beiträgen bis zu streng wissenschaftlich verfassten Artikeln. Diese enthalten jeweils Hinweise auf Belegliteratur und weiterführende Literatur sowie Internet-Links.

 

Der schnellen Informierung dient der Beitrag: Häufige Fragen und Antworten (im oberen Frame).

Einen Überblick über vertiefende Themen gibt das Inhaltsverzeichnis (im linken Frame).

Auf verschiedene Themen führen direkt Der Hintergrund und Die Erkenntnisse und Methoden (jeweils im linken Frame).

 

 

Auch Sie können weiter helfen

 

Falls Sie es ebenso wie wir für wichtig halten, dass die Erste Liga der international erfolgreichen Wissenschaftler die ihr gebührende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen gewinnt, um ihre Leistungen weitgehend in die gesellschaftlichen Weiterentwicklungen einzubringen und dabei u.a. an den wissenschaftlichen Nachwuchs weiterzugeben, dann sprechen und schreiben Sie darüber mit anderen und verweisen Sie auf die Bestenlisten.

 

 

Letzte Bearbeitung: 23.08.2004

Victor Apprendi